Allgäuer Berghof

Willkommen auf dem familiengeführten Bergbauernhof.

Was macht einen Bauern eigentlich zum „Bergbauern“? Laut Richtlinie der Europäischen Union müssen seine Wiesen und Weiden entweder über einer Höhe von 700 Metern, oder über einer Höhe von 500 Metern mit einer Hangneigung von 15% liegen, oder eine durchschnittliche Hangneigung von mindestens 18% aufweisen. Aber im täglichen Leben gehört noch so Vieles mehr dazu. Zum Beispiel das Arbeiten im Einklang mit rauer Natur, das in einem Familienbetrieb nur mit viel Herzblut möglich ist. Oder die besondere Beziehung zum Tier, die von Respekt und Nachhaltigkeit geprägt ist. Und nicht zuletzt die perfekte Verbindung von traditionellen Werten und modernen Erkenntnissen, die für Qualität und ein Fortbestehen in der Zukunft steht.


Zu Besuch bei Familie Vogler

Was bedeutet es eigentlich, Allgäuer Bergbauer zu sein? Wir haben nachgefragt bei Familie Vogler vom Andreashof in Schöllang, die uns ihre Milch für den ALPGÄUER liefert.

Milchbauernpaar

Frage:

Frau Vogler, Herr Vogler, auf einem Bergbauernhof ist viel zu tun. Wovon halten wir Sie gerade ab?

Antwort:

Herr Vogler: „Grade sind wir auf der Alpe, die Steillagen von Hölzern und Dornwuchs befreien, damit das Jungvieh dort grasen kann.“

Frage:

Klingt anstrengend. Welche Spuren hinterlässt eine solch harte Arbeit?

Antwort:

Herr Vogler: „Vor allem Schweiß, aber auch Genugtuung und ein Lächeln auf den Lippen, wenn man am Abend sieht, was man geschafft hat.“

Frau Vogler: „Man gibt viel, bekommt aber auch viel zurück. Grade von unseren Kühen, die uns sehr am Herzen liegen. Wir wollen, dass es ihnen an nichts fehlt.“

Frage:

Sie haben also nie daran gedacht, mal was anderes zu machen?

Antwort:

Frau Vogler: „Ohne den Hof wäre mein Mann nicht der, der er ist. Und bei mir ist das ähnlich. Ich bin auch auf einem Bergbauernhof groß geworden und brauche die Arbeit in und mit der Natur.

Frage:

Auch Ihre Kinder wachsen von klein auf da hinein. Trotzdem Angst, dass sie mal lieber in der großen Stadt Karriere machen wollen, als den Andreashof zu übernehmen?

Antwort:

Frau Vogler: „Wir bauen da keinen Druck auf. Jeder soll den Weg gehen, der für ihn richtig ist. Wichtig ist, dass sie glücklich sind. Aber die jüngste Tochter sagt heute schon, sie will mal die Bäuerin vom Andreashof werden. Das freut uns natürlich. Unser Hof ist nun in der siebten Generation. Es werden wohl noch ein paar dazukommen.“

Frage:

Das heißt, wir dürfen unseren ALPGÄUER noch lange mit der guten Milch vom Andreashof machen?

Antwort:

Herr Vogler: „Aber natürlich.“


Von der Natur geprägt:
Allgäuer Bergbauern.

Für das raue Gelände, die steilen Hänge und das unbeständige Wetter sind hier oben nur die Kleinbauern gemacht. Als hätte die Natur ihnen zwischen Mooren und Wäldern gerade soviel Fläche gelassen, dass sie die schwere, zeitintensive Arbeit auch bewerkstelligen können. Mit viel Herz und Hand setzt man im Frühjahr die Zäune, erntet im Sommer das Heu, wo für Traktoren oft längst Schluss ist. Immer konzentriert auf das Wesentliche - nicht nur, weil die Höfe meistens alleine und abgeschieden liegen.

Milchbauern Alm
Bergkuh und Kind

Tradition mit Zukunft.

In den Allgäuer Bergen scheint die Zeit manchmal still zu stehen. Doch die guten alten Dinge wären weniger wert, wenn man sie nicht zukunftsfähig macht. Schon immer schickt man die Tiere so früh wie möglich nach der Geburt auf die Weide, hält engen Kontakt zum Tier und verzichtet auf hohe Erträge für ein langes, zufriedenes Leben der Vierbeiner. Nur kommen heute modernste Methoden hinzu, um die Qualität immer weiter zu verbessern. So analysiert man beispielsweise minuziös alle Inhaltsstoffe der Milch und arbeitet mit externen Experten nach neuesten Erkenntnissen in der Haltung und Fütterung.

Almabtrieb

Aus Liebe zum Tier.

Das Allgäuer Braunvieh hat keine Flecken, an denen man es einfach unterscheiden könnte. Aber das ist auch nicht nötig, denn die Kleinbauern kennen ihre Kühe nicht nur beim Namen, sondern auch am Charakter: Nicht jede will den engen Kontakt zum Mensch, andere wollen immer gestreichelt werden. Denn nur, wenn man sie entsprechend behandelt, sind sie zufrieden und haben weniger Stress. Das geht natürlich nur deshalb, weil sich die Anzahl der Kühe in Grenzen hält. Nicht aber die Liebe zu jedem einzelnen Tier.

Milchkuh Braunvieh

Wo liegen unsere Bergbauernhöfe?

Die guten Dinge sind im Allgäu oft besonders nah. Und so kommt die Allgäuer Milch für unseren Käse von ca. 150 kleinen, familiengeführten Bergbauernhöfen aus einem Umkreis von nur 50 Kilometern rund um Altusried. Damit sorgen wir nicht nur für kurze Transportwege im Sinne der Nachhaltigkeit, sondern auch für den Erhalt des traditionsreichen Bergbauerntums in der Region.

Karte der Bergbauernhöfe

Entdecken Sie, was den ALPGÄUER noch so besonders macht:

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